Hallo! 🙂
Heute schreibe ich wie versprochen einen Artikel über den Umgang mit Bulimie. Wie äußert es sich? Wie kann man damit fertig werden? Wie entsteht sie?
Bulimie äußert sich durch regelmäßige Heißhungeranfälle bei denen die Betroffenen das Gefühl haben die Kontrolle über sich zu verlieren. Darauf folgen Schuldgefühle, weil sie deren Meinung nach zu viel gegessen haben und deshalb erbrechen sie oder nehmen Abführmittel um das Gegessene wieder los zu werden. Im Grunde ist das Erbrechen der Betroffenen aber nichts anderes als eine Bewältigungsstrategie ihrer Probleme. Sie fühlen sich danach befreiter und sorgenloser, allerdings nur für kurze Zeit. Das Erbrechen ist außerdem eine Unterdrückung negativer Gefühle. Kurzfristige Folgen sind somit ein gutes Gefühl und langfristige Folgen können massive gesundheitliche Schäden sein. Ich vergleiche das Erbrechen der Bulimiker immer ganz gern mit dem Selbstverletzen der Borderliner. Es ist im Prinzip das gleiche. Beide wollen ihre Probleme und ihren Druck loswerden. Zur Bulimie gehört allerdings noch dazu, dass die Personen keinesfalls zunehmen wollen und sie ihre Krankheit streng geheim halten wollen.
Es gibt mehrere Auslöser für den Ausbruch von Bulimie. Meist kommen Betroffene aus Familien wo nicht über Gefühle gesprochen wird. Sie fühlen sich dadurch verpflichtet dasselbe zu tun auch wenn es ihnen nicht gut tut. Unsere Gesellschaft trägt allerdings auch einen großen Teil dazu bei. Eine schlanke Figur wird immer wichtiger in unserer Zeit. Man braucht nur eine Frauenzeitschrift aufzuschlagen und sieht keine einzige Frau mehr darin die etwas beleibter ist. Dies kann auch ein Grund für den Auslöser von Bulimie sein. Anfangs wollen die Bulimiker zwar nur eine Diät machen um deren Wunschbild treu zu werden allerdings haben sie dann Heißhungeranfälle für die sie sich dann mit Erbrechen bestrafen.
Es ist so gut wie unmöglich alleine aus dieser Sucht, dem Essen, herauszukommen. Selbsthilfegruppen eignen sich gut zur Unterstützung und Motivation etwas zu ändern. Im Grunde müssen die Betroffenen den Umgang mit dem Essen neu erlernen. Dies muss aber unter ärztlicher Beobachtung stattfinden.
Was ich euch zuletzt noch sagen möchte ist, dass man Bulimie auf gar keinen Fall unterschätzen darf! Es ist eine gefährliche Krankheit und kann sehr schwere gesundheitliche Folgen haben. Ist ja auch klar, wenn man andauernd erbricht verliert man permanent wichtige Mineralstoffe und außerdem ist es für Magen und Speiseröhre auch nicht gut, denn die werden schließlich auch dauerhaft durch die Heißhungeranfälle gereizt, da dadurch ein zu großer Druck auf die Magernwand und Speißeröhre ausgeübt wird. Wenn also jemand der das ließt ähnliche Symptome bei sich bemerkt würde ich dringend einen Arzt aufsuchen oder zumindest eine Einzelpsychotherapie starten. Man muss sich nicht schämen wenn man zur Psychotherapie geht. Ihr könnt euch garnicht vorstellen wie viele Menschen eine Therapie machen. Seit ich krank bin und öfter darüber reden wird mir das immer bewusster. Und eines kann ich euch versprechen: Psychotherapie hilft!
Ich hoffe ich konnte euch Bulimie etwas näher bringen.
Wenn ihr noch Fragen an mich habt könnt ihr mir gerne eine Mail schicken, die steht unter Kontakt auf meinem Blog 😉
Eure Emma

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