Hallo meine Lieben,
ich möchte euch heute meine Erfahrungen mit der DBT Therapie erzählen.
Ich war damals 15 Jahre alt, als ich den 12 wöchigen Therapieaufenthalt startete. Als ich erfahren habe, dass ich einen Platz habe und 3 Monate in die Klinik muss, war das zuerst ein Schock für mich. Ich hatte Angst. Ich hatte Sorgen, wie ich das mit der Schule nebenbei mache, da ich auf keine Fall ein Jahr verlieren wollte. Ich hatte außerdem Angst, meine Freunde zu verlieren. Die ersten Tage in der Klinik waren für mich schrecklich. Ich fühlte mich alleine, hatte kein Handy und meine Mama ging mir schrecklich ab. Mit der Zeit fing ich allerdings an mich daran zu gewöhnen und machte die Therapie so gut wie ich konnte. ICh hatte immer wieder Tiefs und war froh, dass in der Klinik immer ein Pflegepersonal da war, das mir in depressiven Phasen zu Hilfe stand. Ich bemerkte erst in der Psychiatrie, das ich wirklich ein Problem hatte, da ich keine Gegenstände hatte mit denen ich mich verletzen hätte können. Ich war süchtig nach dem Schneiden. Die Dialektisch Behaviorale Therapie besteht aus Einzelpsychotherapie und Skillsgruppe. In der Skillsgruppe, lernt man Bewältigungsstrategien gegen den Druck vorzugehen ohne sich selbstzuverletzen. Zusätzlich hatte ich auch noch Ergotherapie, Sporttherapie, Entspannungstherapie und Musiktherapie. Als mein Therapieaufenthalt zu Ende ging, bekam ich große Angst, es draußen nicht zu schaffen wieder ins Leben zu kommen. Die ersten Tage wieder in der “Freiheit” waren schwierig für mich. Ich hatte immer wieder Zusammenbrüche und musste Krisenaufenthalte in der Klinik machen. Wichtig ist zu wissen, das man nceinen Therapieaufenthalt nicht geheilt ist. Das Leben mit Borderline ist ein ständiger Lernprozess und man ist nicht durch 3 Monate Therapie vollständig geheilt, aber man lernt mit seiner Krankheit umzugehen und mir persönlich geht es wirklich besser.
Bitte stellt Fragen, wenn ihr noch etwas wissen möchtet !
Eure Emma

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